Von Hund zu Hund

Snüffelstunde mit Balu

Balu und ich betreiben hobbymäßig Schnüffelsport. Unabhängig von Wetter oder Zeitaufwand, ist der überall auszuüben. Ob bei langen Spaziergängen oder zwischendurch im Haus und Garten – ein effektiver Nasensport, der uns beiden nicht nur Spaß macht, sondern Balu auch fordert, auspowert und beim Hund Stress abbauen kann.

Ein paar Schritte wie ihr Euren Hund für den Anfang relativ einfach auf die Suche schickt:

Balu unter Spannung „Wann darf ich endlich mit der Suche loslegen?“

Überlegt Euch, was Euer Trainingspartner am liebsten sucht
Futter (Trockenfutter oder Leckerlie) funktioniert zum Beispiel bei den meisten Hunden und ist ein guter Einstieg für das Suchspiel. Ihr könnt aber auch das Lieblingsspielzeug nehmen. Hauptsache er ist heiß auf das Fundstück.
Am besten bleibt Ihr für die ersten Übungen in einem ablenkungsarmen Raum.

Erste Übung
Lasst den Hund Sitz machen oder von einer zweiten Person festhalten.
Das Leckerlie wird dann in wenigen Metern Abstand vor den Hund gelegt oder geworfen, so dass er es sieht.
Mit dem Kommando „Such“ schickt Ihr ihn los. Dazu passt auch noch eine Zeigegeste auf das Objekt der Begierde.
Wenn er das Lecklerie dann aufnimmt, lobt ihr Euren Spürhund überschwänglich und in hohen Tönen. Zur Bestärkung seiner selbst und um zu verdeutlichen, dass er hier quasi ein Wunder vollbracht hat. Das Kommando kann natürlich auch ein anderes als „Such“ sein. Es soll nur immer dasselbe sein.
Die Übung ein paar Mal wiederholen.

Zweite Übung
Während der Hund zusieht, versteckt Ihr das Leckerlie ein wenig. Aber wirklich nur so, dass er es auch noch sieht. Er kann dabei zuschauen, wie Ihr es z.B. hinter den Sofatisch legt.
Dann schickt Ihr ihn wieder mit „Such“ los. Wenn er es findet, zeigt ihr ihm natürlich mit Loben was für ein Wahnsinns Spürhund er ist. Wow!

Dritte Übung
Es wird jetzt immer ein wenig „schwieriger“. Während der Hund zusieht, tut ihr an verschiedenen Stellen so, als ob Ihr das Lecklerie dort ablegt. Ihr täuscht also an. Hinter dem Sofa, Tisch, Stuhl oder Regal. An einer Stelle lasst ihr es unbemerkt wirklich fallen. Wenn Ihr ihn jetzt auf die Suche schickt, muss er sich schon etwas anstrengen.

Vierte Übung
Zum ersten Mal, darf der Hund nun nicht sehen oder verfolgen, wo Ihr das Leckerlie hinlegt. Balu schicke ich dafür aus dem Raum. Vor der Tür muss er Sitz machen. Ihr versteckt das Lecklerie aber nicht direkt an einem besonders schwierigen Ort, sondern weiterhin in den bereits bekannten Verstecken.

Fünfte Übung
Wenn er das Suchen drauf hat, könnt Ihr nun den Raum wechseln. Oder sogar raus in den Garten gehen. Oder es auf einer Wiese probieren. Damit lernt er dann abschließend das Such-Kommando überall zu beachten

Wichtig sind die Wiederholungen nach der jeweils erlernten Übung. Eine Regel, die wir auch immer beachten: Aufhören nach einem Erfolgserlebnis! Damit die Suche nicht negativ behaftet bleibt.

Die Übungen lassen sich natürlich im Schwierigkeitsgrad immer weiter steigern oder abändern. Ich nutze gerne zwischen durch unseren Rasen als natürlichen Schnüffelteppich und werfe großflächig Leckerlies aus. Dann hat Balu was zu tun.  Wenn wir mit Balu Dummyspiele im Wald machen, hängen wir den Dummy auch mal in eine andere Höhe, an einen Ast oberhalb des Weges. Natürlich so, dass er dran kommt. Dann wird er gezwungen seine Nase einzusetzen. Und die ist ein kleines Wunder. Ich habe Euch hier noch ein paar interessante Fakten über die Hundenase zusammengefasst.

 

Und hier noch ein sehr lustiges Beispiel von „Ich verlasse mich erstmal auf Augen und Ohren“ 🙂

  • Reply
    Julika
    5. Dezember 2017 at 11:46

    <3 <3 <3

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